Alte Meister und radikale Neuerung

Im November dieses Schuljahres (2018/19) hat die 4B am 4-teiligen Workshop „Alte Meister und radikale Neuerung“ der bildenden Künstlerin Mag.aart Julia Grandegger teilgenommen. Ausgangspunkt bildete ein von den Schülerinnen selbstgewähltes Werk der Gemäldegalerie des KHM Wiens.

Die Rekontextualisierung eines kunstgeschichtlichen Werks erlaubte es ihnen die Bedeutung des Originals kennenzulernen und dieses in einen individuellen und/oder gesellschaftlich aktuellen Kontext zu stellen. Die Schülerinnen intensivierten ihre Kenntnisse über Bildanalyse und Kunstbetrachtung und entwickelten ihre eigene Interpretation des gewählten Werks, das sie dann als fotografische Inszenierung umsetzten.

1. „Selbstmord der Kleopatra“, um 1661-1662, Guido Cagnacci

Die letzte Königin Ägyptens, Kleopatra, ließ sich durch den Biss einer Giftschlange töten um der Schmach zu entgehen im Triumphzug des Augustus durch Rom geführt zu werden.

2. „Infantin Margarita Teresa (1651-1673) in weißem Kleid“, um 1656, Diego Rodríguez de Silva y Velázquez

3. „Dornenkrönung Christi“, um 1601, Michelangelo Merisi, gen. Caravaggio

Der leidende und gequälte Christus, von seinen Schergen brutal misshandelt im Original, in der fotografischen Umsetzung in das aktuelle Zeitgeschehen - Christus als Flüchtling, der Grenzposten begegnet- transportiert.

4. „Heilige Justina, von einem Stifter verehrt“, um 1530/1534, Alessandro Bonvicino, gen. Moretto da Brescia

Vor einer weiten Landschaft steht die hl. Justina, Patronin von Padua, mit ihrem Attribut, dem Einhorn, und dem knienden, in Verehrung zu ihr aufblickenden Stifter.

5. „Perseus befreit Andromeda“, 1602 datiert, Giuseppe Cesari, gen. Cavaliere d `Arpino

Perseus bekämpft das Ungeheuer Ketos um Andromeda - die als Opfergabe an einen Felsen gekettet wurde, um das Land von Poseidons Flut und Ungeheuer zu befreien - zu retten. Als der Kampf für Perseus beinahe verloren ist, nimmt er das Haupt der Medusa, um seine Feinde zu versteinern und kann Androemda befreien.

6. „Judith mit dem Haupt des Holofernes“, um 1610/15, Carlo Saraceni

Judith entging Holofernes Absicht sie zu vergewaltigen, weil Holofernes zu viel Wein trank und sie daher die Gelegenheit hatte ihn zu enthaupten.

Jetzt heisst´s DAUMEN DRÜCKEN!

Eine Auswahl der im Projekt entstandenen Werke befinden sich im Auswahlprozess des österreichweiten Kreativwettbewerbes des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung zum Thema „Schule (er)forscht – kreativ und neugierig“. (GER)