Das Kollegsystem am Parhamerplatz
für die 7. und 8. Klasse NEU

Kollegsystem am Parhamergymnasium (für die 7. und 8. Klassen)

 

A. Präambel

 

Das Zusammenleben und das gemeinsame Arbeiten am Parhamergymnasium wird von folgenden wichtigen Zielen getragen, zu denen sich die Schulpartner/-innen gemeinsam bekennen:

  • Übernahme von Selbstverantwortung
  • Respektvoller Umgang miteinander

 

Selbstverantwortung der Schüler/-innen: Die Schüler/-innen der 7. und 8. Klassen erhalten mit dem Kollegsystem einerseits mehr Freiheiten, andererseits müssen sie im Rahmen des Kollegsystems die Verantwortung für den eigenen Lernprozess, die persönliche Zeiteinteilung, die Organisation von Unterrichtsmaterialien sowie das Einholen von schulrelevanten Informationen übernehmen.

Für Schüler/-innen besteht gemäß § 43 SchUG[1] Anwesenheitspflicht in allen Unterrichtstunden. Sie sind zur aktiven Mitarbeit im Unterricht verpflichtet.

Das Fehlen im Rahmen des Kollegsystems ist von den Lehrerinnen und Lehrern nicht als „Ausnutzen“ eines Systems anzusehen, sondern es steht den einzelnen Schüler/-innen zu und liegt in deren Selbstverantwortung. Versäumen im zulässigen Rahmen hat keine Auswirkung auf die Beurteilung der Mitarbeit.

 

 


 

B.Grundsätze

1. Fehlstundenkontingente

Die Zahl der Fehlstunden, die Schüler/-innen in ihrer eigenen Verantwortung in Anspruch nehmen können (Fehlstundenkontingent), beträgt:
in der 7. Klasse pro Semester (Semesterbeginn bis zum letzten Unterrichtstag des Semesters)

  • 1-stündiges Fach: 2 Fehlstunden
  • 2-stündiges Fach: 4 Fehlstunden
  • 3-stündiges Fach: 6 Fehlstunden

in der 8. Klasse (Schuljahresbeginn bis zum letzten Schultag)

  • 1-stündiges Fach: 3 Fehlstunden
  • 2-stündiges Fach: 6 Fehlstunden
  • 3-stündiges Fach: 9 Fehlstunden

 

2. Zuspätkommen in den Unterricht

Schüler/-innen müssen pünktlich zu Unterrichtsbeginn im Unterrichtsraum anwesend sein. Kommen Schüler/-innen mehr als 5 Minuten zu spät in den Unterricht, so gilt diese Stunde als „nicht teilgenommen“und zählt somit zum Fehlstundenkontingent. Zuspätkommende Schüler/-innen dürfen trotzdem am Unterricht teilnehmen.

 

3. Überschreitung des Fehlstundenkontingents

Bei Überschreitung des Fehlstundenkontingents liegt es in der Verantwortung der Lehrperson den Schüler/-innen eine mündliche Leistungsfeststellung anzukündigen. Die rechtlichen Grundlagen für mündliche Prüfungen sind im § 5 LB-VO festgelegt.[2]

Die Festlegung und Kommunikation des Prüfungsstoffes erfolgt durch die Lehrperson, die Beschaffung der Lernunterlagen liegt in der Verantwortung der Schüler/-innen.

Nach Ablegen dieser Prüfung steht in den 7. Klassen für das restliche Semester, in den 8. Klassen für das verbleibende Schuljahr neuerlich das halbe Fehlstundenkontingent zur Verfügung.

 

 

Sollte die Lehrperson aus objektiv nachvollziehbaren Gründen von einer Prüfung der Schülerin/ des Schülers Abstand nehmen, wird die, das Kontingent übersteigende, Fehlstunde auch als entschuldigt angesehen. Das Fehlstundenkontingent für das restliche Semester (7. Klasse) bzw. restliche Schuljahr (8. Klasse) in diesem Unterrichtsgegenstand wird nicht aufgestockt. Zur Erlangung eines neuen Fehlstundenkontingents kann die  Schülerin/ der Schüler um eine Prüfung ersuchen.

Weitere unentschuldigte Abwesenheiten (z.B. das unentschuldigte Fernbleiben von einer angekündigten Prüfung) stellen eine schwerwiegende Verletzung der Schüler/-innenpflichten dar.

Im Unterrichtsgegenstand „Bewegung und Sport“ ist bei Überschreitung des Fehlstundenkontingents statt einer Prüfung auch eine Kompensation durch Teilnahme am Unterricht einer anderen Klasse bzw. unterstützende Tätigkeiten im Ermessen der Lehrperson möglich. In der 7. Klasse kann bei Überschreitung des Fehlstundenkontingentes im ersten Semester eine Prüfung hierzu auch im zweiten Semester abgehalten werden.

4. Entschuldigte Abwesenheiten vom Unterricht, keine Anrechnung auf das Fehlstundenkontingent

Das Fernbleiben vom Unterricht aufgrund einer im Laufe des Tages auftretenden Erkrankung kann von der Schulärztin/ vom Schularzt in begründeten Notfällen für den verbleibenden Unterricht an diesem Tag entschuldigt werden.

Wenn eine ärztliche Krankenstandsbescheinigung mit genauem Datum (bei Notwendigkeit auch mit Uhrzeit) vorgelegt wird, zählen diese Fehlstunden nicht zum Fehlstundenkontingent. Dazu müssen die Schüler/-innen die Bescheinigung allen Lehrer/-innen, bei denen sie Unterrichtsstunden versäumt haben, spätestens nach 10 Unterrichtstagen vorlegen.

Eine Übermittlung der gescannten Bescheinigung ist per E-Mail möglich, auf Nachfrage muss das Original vorgelegt werden

 

Geplante Arztbesuche: Es ist darauf zu achten, dass Arztbesuche außerhalb der Unterrichtszeiten wahrgenommen werden. Falls dies nicht möglich ist, muss zwingend eine Zeitbestätigung des Arztes/ der Ärztin beigebracht werden. Diese Zeitbestätigung gilt als Rechtfertigung für die Abwesenheit vom Unterricht. Auf angemessene Wegzeiten wird dabei Rücksicht genommen.

 

Folgende schulbedingte Abwesenheiten können von der jeweiligen Fachlehrkraft/ von der Direktion entschuldigt werden:
Nachholen einer Schularbeit,  Tätigkeiten als Schüler/-innenvertreter/-in, Tätigkeiten als Mediator/-in, Teilnahme an Chor- oder Theaterproben, Lehrausgängen oder Schulveranstaltungen,  Teilnahme an einem Wettkampf oder genehmigten Sportveranstaltungen, Besuch der Direktion, des Schulpsychologen oder der Schüler/-innenberater/-in, dringende Arbeitsaufträge für den Unterrichtsgegenstand Projektmanagement, Stellung, Besuch der Schulärztin in begründeten Notfällen.

Zur Entschuldigung der oben angeführten Tätigkeiten steht ein einheitliches Formular auf der Schulwebsite zum Download bereit.

5. Erfassung der Fehlzeiten

Die Anwesenheiten werden von den Lehrpersonen in eigenen Listen protokolliert. Die Schüler/-innen müssen selbstverantwortlich ihre Fehlstunden aufzeichnen und haben auf Nachfrage das Recht, ihre eigenen Abwesenheitslisten mit den Unterlagen der Lehrer/-innen abzugleichen.

6. Supplierstunden und kurzfristiger Entfall von Unterrichtsstunden

Die Aufsichtspflicht im Rahmen des Kollegsystems wird auf ein Mindestmaß reduziert. Eine Unterrichtsstunde entfällt, wenn nach 10 Minuten kein/-e Lehrer/-in in den Unterrichtsraum gekommen ist. Die Schüler/-innen haben die Administration über die Abwesenheit der Lehrerin / des Lehrers zu informieren. Fachsupplierungen werden rechtzeitig angekündigt; der Unterricht findet in diesem Fall regulär statt.

Die Schüler/-innen können die freien Stunden zum Arbeiten (z.B. in der Bibliothek) verwenden oder das Schulhaus ohne weitere Abmeldung verlassen. Pünktliche Rückkehr zur nächsten Unterrichtsstunde wird vorausgesetzt.

DIE VOM SGA BESCHLOSSENE REGELUNG IST FÜR ALLE LEHRER/INNEN UND SCHÜLER/INNEN VERBINDLICH!



[1]  Auszug aus § 43 SchUG:

(1) Die Schüler sind verpflichtet, durch ihre Mitarbeit und ihre Einordnung in die Gemeinschaft der Klasse und der Schule an der Erfüllung der Aufgabe der österreichischen Schule (§ 2 des Schulorganisationsgesetzes) mitzuwirken und die Unterrichtsarbeit (§ 17) zu fördern. Sie haben den Unterricht (und den Betreuungsteil an ganztägigen Schulformen, zu dem sie angemeldet sind) regelmäßig und pünktlich zu besuchen, die erforderlichen Unterrichtsmittel mitzubringen und die Schulordnung bzw. die Hausordnung einzuhalten. Sie haben weiters Anordnungen und Aufträgen im Rahmen der individuellen Lernbegleitung Folge zu leisten und Vereinbarungen, die gemäß § 19 Abs. 3a im Rahmen des Frühwarnsystems getroffen wurden, zu erfüllen.

(2) Der Schüler ist über Auftrag des Schulleiters, eines Abteilungsvorstandes, eines Fachvorstandes oder eines Lehrers verpflichtet, vorsätzlich durch ihn herbeigeführte Beschädigungen oder Beschmutzungen der Schulliegenschaft und schulischer Einrichtungen zu beseitigen, sofern dies zumutbar ist.